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Winterhilfe – Brennholz für Vedenos Bergdörferfamilien



Diese Menschen gehören einer der 100 armen Familien an, die in diesem Winter nicht frieren mussten...

Abgelegen sind sie, die Bergdörfer des Bezirks Vedeno - Tsa Vedeno, Dishny Vedeno, Kharachoy oder Khattuny. Sie haben oftmals weder fließendes Wasser, noch Strom oder Heizung. Für die Menschen hierzulande, vor allem für die Bewohner jener Gebirgsregionen, ist das Leben äußerst schwer. Die Arbeitslosenquote liegt hier vielerorts sogar bei über 90 Prozent. Ganz zu schweigen von den katastrophalen Wohnunterkünften, in denen die Menschen hier „hausen“ dürfen.

Das einzige Familieneinkommen bleibt dabei häufig eine Invaliditätsrente. Ganz richtig, Invaliditätsrente! Doch warum eigentlich?!

Vedenos Bergdörfer sind von allen staatlichen Dienstleistungen abgeschnitten. Ihre schweren Lebensumstände nötigen die Bewohner oftmals, Sicherheitsvorkehrungen zu missachten, um das Nötigste für ihren Lebensunterhalt zu sichern. Sie dringen teilweise in gefährliche Minengebiete vor, um u.a. auch Brennholz zum Wärmen und Kochen zu beschaffen. Auf diese Weise fallen Erwachsene und häufig auch Kinder Minen zu Opfer oder werden von ihnen schwer verstümmelt. Von diesen Gegebenheiten am stärksten betroffen sind Witwen, Großfamilien und solche, in denen Familienmitglieder verschwunden oder behindert sind. Gott sei Dank, dass in diesem Winter ein solches Risiko 100 armen Familien erspart blieb…

In Zusammenarbeit mit Reliance und ihrer Kooperation mit der örtlichen Verwaltung schaffte muslimehelfen Abhilfe. Jede Familie erhielt eine Ladung Brennholz und etwas Wärmeschutzfolie für ihr Heim. Dadurch sparten sie einerseits das Geld, das ihnen sonst zur Verfügung steht, andererseits profitierten sie auch gesundheitlich vom Projekt, zumal durch die nun warmen Unterkünfte Erkältungen vorgebeugt wurde. Auch ging die Zahl der Minenopfer zurück. Alhamdulillah kann man nur sagen...

Das dreimonatige Projekt hatte einen Wert von 15.000 Euro und begünstigte rund 500 Personen.

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Betreuung von schwangeren Frauen und Säuglingen im „Medical Point“



Werdende Mütter erhalten hier ein erstes Versorgungspaket für ihre Säuglinge

Der Medical Point, den muslimehelfen seit 2004 finanziert, ist längst zu einem unverzichtbaren Stützpunkt für notleidende Frauen und Säuglinge geworden. Sieben Tage die Woche werden hier Schwangere aus Grozny und den umliegenden Dörfern betreut. 220 Patientinnen suchten die Wohlfahrtseinrichtung zwischen Juni und Dezember 2007 auf. Es handelt sich hierbei oftmals um junge Frauen, die mit komplizierten Beschwerden in die Klinik kommen. Einige von ihnen unterliegen der ständigen Beobachtung und Kontrolle der Ärztin. Sie werden regelmäßig untersucht und erhalten, wie auch alle anderen angehenden und frisch gebackenen Mütter, die den Medical Point aufsuchen, kostenlos Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine. In Notfällen kümmert sich eine Krankenschwester um Kranke und bringt ihnen die notwendigen Medikamente sogar nach Hause. Allen Müttern bekommen hier Hygiene-Päckchen für ihre Neugeborenen.

Neben der kostenlosen medizinischen Betreuung sorgt der Medical Point mit Schwangerschaftsgymnastik und Massagen für eine angemessene Geburtsvorbereitung der Patientinnen. Daneben betreibt ein Arzt eine Aufklärungskampagne für angehende Mütter, die in allen wichtigen Themen, die die Schwangerschaft betreffen, unterwiesen werden. Nachhaltigkeit erlangt das Projekt aber nicht zuletzt dadurch, dass nun auch junge Generationen in der Schule über grundlegende Themenbereiche informiert werden. Das Wissen, dass Schülern hier vermittelt wird dient dazu, sie mit den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, vertraut zu machen und eventuelle gesundheitliche Risiken für die Zukunft zu vermeiden.

So wichtig die Behandlung bestehender gesundheitlicher Probleme ist, so ist auch die psychologische Hilfeleistung für die Frauen. Unter den Patientinnen sind auch Flüchtlinge, die in ihre Heimat ausgewiesen wurden und unter schlimmsten Verhältnissen in Flüchtlingslagern hausen. Das Elend nimmt kein Ende, ganz im Gegenteil: Die Lebensumstände verschlimmerten sich unlängst, nachdem ihre Notunterkünfte seit Januar 2008 nur noch zur Miete bewohnt werden dürfen. Viele Frauen, die hierher kommen, erzählen ihre Geschichte. Alieva L. hat zwei Kinder, ihr Mann ist körperlich behindert und arbeitslos. Sie lebt zusammen mit ihrer Schwiegermutter und ihren zwei Schwägerinnen. Zelimhan, ihr neunjähriger Sohn, verlor nach einem Minenunfall vor drei Jahren sein linkes Auge, Teile seiner beiden Hände mussten amputiert werden. Zum dritten Mal ist sie nun schwanger. In die Klinik kam sie mit einer Nahrungsmittelvergiftung und einer schweren Anämie. Alieva gehört zu denjenigen, die der strengen ärztlichen Kontrolle obliegen. Selbst an einer Behinderung leidend und verarmt hätte sie ohne die Unterstützung von Medical Point und muslimehelfen ihr Kind wahrscheinlich verloren.

Für das Projekt stellte mh 4.750 Euro bereit. Mit 5.700 Euro wird der Medical Point vorerst bis Juli 2008 weiter unterstützt.

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Erneut Verlängerung des Medical Points



Patientin des Medical Points

Die tschetschenischen Bedürftigen in Grozny werden im Medical Point weiterhin kostenlos medizinisch betreut. In den Medien hört man wenig über die Lage vor Ort, doch die Tschetschenen leiden immer noch unter den kriegsähnlichen Zuständen in ihrem Land. Viele Flüchtlinge mussten zudem in ihre Heimat zurückkehren und stehen nun vor dem Nichts. Unter dem Druck der russischen Armee und der großen Armut im Land ist eine umfassende Gesundheitsversorgung kaum möglich.

Im Medical Point erhält jeder Patient die notwendigen Medikamente und Behandlungen, und das kostenlos. mh stellte nun weitere 4.750 Euro zur Verfügung, mit denen der Medical Point bis Dezember 2007 in Betrieb bleiben kann.

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Medical Point setzt seine Arbeit fort



Auch die Medikamente müssen die Patienten des Medical Points nicht bezahlen.

mh verlängert erneut die Unterstützung des Medical Points in Grozny. Nachdem bereits 5.700 Euro für das zweite Halbjahr 2006 zur Verfügung standen, sind erhielt der Medical Point im Februar 2007 weitere 5.700 Euro. Damit können Bedürftige dort bis Juli 2007 medizinisch versorgt werden.

Die Situation in Tschetschenien hat sich kaum verändert, Kämpfe, Entführungen und Schikanierungen durch russische Soldaten bedrohen die Tschetschenen. Die Versorgung, insbesondere für die zahlreichen Rückkehrer aus den Anliegerstaaten, ist nicht gewährleistet.

Im Medical Point können alle Bewohner der Gegend kostenlos ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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